Delfter Holländisches Fort
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Geschichte und Kultur
Beschreibung
Ralph Henry Bassett beschreibt das Delfter Fort in seinem Buch “Romantic Ceylon: Its History, Legend and Story” sehr detailliert. Man ging zunächst davon aus, dass es von den Portugiesen während ihrer Besatzungszeit in Ceylon erbaut worden war, und Bassett beschreibt es als “mächtige, befestigte Festung”. Wir empfehlen dieses Buch wärmstens als wertvolle Lektüre für Ihre Reise durch Sri Lanka, um Ihnen einen Einblick in das Leben während der Kolonialzeit aus der Perspektive eines europäischen Reisenden zu geben.
Weitere Details zu dieser Attraktion
Portugiesischer und niederländischer Einfluss
Während der Zeit des europäischen Kolonialismus hinterließen sowohl die Portugiesen als auch die Niederländer ihre Spuren auf der Île delft. Bei ihrer Ankunft nannten die Portugiesen die Insel "Ilha das Vacas", was so viel wie "Kuhinsel" bedeutet. Die Niederländer gaben ihr später den Namen Île delft, möglicherweise inspiriert von der Stadt Delft in den Niederlanden. Die strategische Lage der Insel machte sie zu einem wichtigen Stützpunkt für beide Kolonialmächte.
Geographie und Landschaft
Delft Island ist die größte Insel in der Palkstraße im Norden Sri Lankas. Die Landschaft der Insel ist größtenteils karg, mit spärlicher Vegetation und wenig Schatten. Eine Ausnahme bildet die Palmyra, die hier häufig vorkommt. Diese Bäume spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem der Insel und haben eine bedeutende kulturelle Bedeutung für die einheimische Bevölkerung.
Toddy und ihre kulturelle Bedeutung
Ein faszinierender Aspekt der Kultur von Delft Island ist der Konsum von Palmwein, einem Saft aus Palmyrapalmen. Die Palmweinsaison dauert von Januar bis September, in der die Inselbewohner diesem besonderen Getränk frönen. Palmwein ist nicht nur ein Getränk, sondern ein wichtiger Bestandteil ihrer Ernährung. Die Folgen des Palmweinkonsums sind jedoch nicht immer unproblematisch. Historischen Berichten zufolge war die Bevölkerung während der Palmweinsaison streitsüchtig und neigte zu Auseinandersetzungen.
Ruinen von Festungen auf der Insel Delft
Verschiedene Veröffentlichungen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert erwähnen die Ruinen zweier Festungen auf der Insel Delft. Neben der Hauptfestung an der Ostküste gibt es Berichte über ein kleineres, festungsartiges Bauwerk im Nordwesten der Insel. Die Einheimischen nennen dieses Bauwerk Vediyarasan-Festung, da sie glauben, der lokale König Vediyarasan habe es erbauen lassen. Neuere Forschungen haben jedoch ergeben, dass es sich tatsächlich um die Überreste dreier alter buddhistischer Stupas handelt.
Beschreibung der kleinen festungsartigen Struktur
Ein unter dem Pseudonym "Penn" bekannter Schriftsteller beschrieb die Ruinen in einem Artikel, der 1832 im Colombo Journal erschien. Das festungsartige Bauwerk liegt auf einer leichten Anhöhe, etwa 200 Meter vom felsigen Strand an der Südwestseite der Insel entfernt. Es hat einen Umfang von 60 Metern und ist etwa 6 Meter hoch. Die Außenfassade, an der noch Reste der traditionellen Chunam-Malerei zu sehen sind, weist kunstvolle Verzierungen auf. Das Gebäude besitzt an der Ost- und Westseite jeweils eine Treppe, die ins Innere führt. Der Autor merkt an, dass sich die Architektur dieser Festung von der üblichen unterscheidet, da der Fußboden etwa 3,5 Meter über dem Boden liegt.
Beschreibung des größeren Forts
Das gewaltige Fort auf der Île delft liegt nahe dem Anleger der Insel und wird ebenfalls den Portugiesen zugeschrieben. Penn beschreibt es als ein Gebäude von "seltsamer Struktur und Konstruktion", das zum Schutz und als Wohnsitz der Inselherren errichtet wurde. Die Form des Forts lässt sich nur schwer genau kategorisieren; es entspricht nicht den gängigen Definitionen eines Forts, Turms, Schutzhauses oder Droogs. Das Fort besteht aus einem Rechteck von etwa 22 Metern Länge an seiner Südseite und einem Quadrat mit 12 Metern Seitenlänge im Norden.
Detaillierte Studie und Rekonstruktion
1912 führte der Engländer Joseph Pearson eine umfassende Studie der gewaltigen Festung auf der Île de Delft durch. Seine Forschung ermöglichte ihm den detailgetreuen Nachbau der Festung. Pearson stellte fest, dass die Verteidigungsanlagen bis zum ersten Stockwerk aus doppelten Mauern bestanden, während das Obergeschoss nur einfache Mauern aufwies. Er entdeckte außerdem Unstimmigkeiten in der früheren Beschreibung von "Penn" hinsichtlich der Anzahl der Räume im Obergeschoss des nördlichen Platzes.
Räume und Eingänge in der Festung
Innerhalb der Festung befinden sich im Erdgeschoss sechs Räume, die paarweise mit jeweils einem Außeneingang angeordnet sind. Der Platz an der südwestlichen Ecke der Festung ist bis zum ersten Stock mit Erde aufgefüllt. Im Obergeschoss befinden sich sechs weitere Räume und zwei Eingänge. Treppe A führt zu Raum 12, Treppe B zu den übrigen fünf Räumen. Eine mit C gekennzeichnete Treppe führt von Raum 12 durch die Mauern hindurch zum Dach.
Beste Reisezeit
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Dezember bis März
Highlights
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Fahrradparkplatz
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Eintrittsgebühren: 10 bis 20 USD
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Parkplätze vorhanden
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Benötigte Zeit für die Erkundung: 3 Stunden